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Scharia, Rechte und Gesellschaft

Was sagt der Islam über Sklaverei?

Kurze Antwort

Sklaverei gab es überall, als der Islam kam. Der Islam beschränkte ihre Quellen, gebot gute Behandlung, machte die Freilassung von Sklaven zu einer der am meisten belohnten Taten und zu einer Sühne für viele Sünden und legte einen Weg fest, der zu ihrer Abschaffung führte. Heute ist es gesetzeswidrig und im Islam verboten, Menschen zu besitzen oder mit ihnen zu handeln.

Die ausführlichere Antwort

Der Koran preist die Freilassung eines Sklaven als den steilen Pfad und macht sie zur Sühne für versehentliches Töten, gebrochene Eide und andere Vergehen, und Mittel der Zakat dürfen zur Freilassung von Sklaven verwendet werden. Ein Sklave konnte einen Freilassungsvertrag schließen, und dem Besitzer wird gesagt, ihm zu helfen. Der Prophet ﷺ sagte, dass ein Herr Sklaven wie sich selbst speisen und kleiden und sie nicht überlasten soll, und er ließ seine eigenen Sklaven frei. Bilal, ein freigelassener äthiopischer Sklave, wurde der erste Muezzin.

Der Islam schaffte sie nicht mit einem einzigen Erlass ab, und muslimische Gesellschaften praktizierten Sklaverei jahrhundertelang, wie die christlichen, jüdischen und anderen Gesellschaften der Zeit, und Missbräuche kamen vor. Muslimische Gelehrte sind sich heute einig, dass es verboten ist, einen freien Menschen zu versklaven, und dass Gruppen wie der IS, die es wiederbelebt haben, im Unrecht waren. Die Wörter „Sklave“ und „Diener“ sind in den Übersetzungen manchmal dasselbe Wort, „abd“, weshalb der Zusammenhang wichtig ist.

Aus dem Koran

فَكُّ رَقَبَةٍ ﴿١٣﴾

(Es ist) die Freilassung eines Sklaven10

وَلْيَسْتَعْفِفِ ٱلَّذِينَ لَا يَجِدُونَ نِكَاحًا حَتَّىٰ يُغْنِيَهُمُ ٱللَّهُ مِن فَضْلِهِۦ ۗ وَٱلَّذِينَ يَبْتَغُونَ ٱلْكِتَٰبَ مِمَّا مَلَكَتْ أَيْمَٰنُكُمْ فَكَاتِبُوهُمْ إِنْ عَلِمْتُمْ فِيهِمْ خَيْرًۭا ۖ وَءَاتُوهُم مِّن مَّالِ ٱللَّهِ ٱلَّذِىٓ ءَاتَىٰكُمْ ۚ وَلَا تُكْرِهُوا۟ فَتَيَٰتِكُمْ عَلَى ٱلْبِغَآءِ إِنْ أَرَدْنَ تَحَصُّنًۭا لِّتَبْتَغُوا۟ عَرَضَ ٱلْحَيَوٰةِ ٱلدُّنْيَا ۚ وَمَن يُكْرِههُّنَّ فَإِنَّ ٱللَّهَ مِنۢ بَعْدِ إِكْرَٰهِهِنَّ غَفُورٌۭ رَّحِيمٌۭ ﴿٣٣﴾

Diejenigen, die keine (Möglichkeit zum) Heirat(en) finden, sollen keusch bleiben, bis Allah sie durch Seine Huld reich macht. Und denjenigen von denen, die eure rechte Hand besitzt, die einen Freibrief begehren, sollt ihr einen Freibrief ausstellen, wenn ihr an ihnen etwas Gutes wißt. Und gebt ihnen (etwas) vom Besitz Allahs, den Er euch gegeben hat. Und zwingt nicht eure Sklavinnen, wo sie ehrbar sein wollen, zur Hurerei im Trachten nach den Glücksgütern des diesseitigen Le bens. Wenn aber einer sie dazu zwingt, so ist Allah, nachdem sie gezwungen wor den sind, Allvergebend und Barmherzig.

وَمَا كَانَ لِمُؤْمِنٍ أَن يَقْتُلَ مُؤْمِنًا إِلَّا خَطَـًۭٔا ۚ وَمَن قَتَلَ مُؤْمِنًا خَطَـًۭٔا فَتَحْرِيرُ رَقَبَةٍۢ مُّؤْمِنَةٍۢ وَدِيَةٌۭ مُّسَلَّمَةٌ إِلَىٰٓ أَهْلِهِۦٓ إِلَّآ أَن يَصَّدَّقُوا۟ ۚ فَإِن كَانَ مِن قَوْمٍ عَدُوٍّۢ لَّكُمْ وَهُوَ مُؤْمِنٌۭ فَتَحْرِيرُ رَقَبَةٍۢ مُّؤْمِنَةٍۢ ۖ وَإِن كَانَ مِن قَوْمٍۭ بَيْنَكُمْ وَبَيْنَهُم مِّيثَٰقٌۭ فَدِيَةٌۭ مُّسَلَّمَةٌ إِلَىٰٓ أَهْلِهِۦ وَتَحْرِيرُ رَقَبَةٍۢ مُّؤْمِنَةٍۢ ۖ فَمَن لَّمْ يَجِدْ فَصِيَامُ شَهْرَيْنِ مُتَتَابِعَيْنِ تَوْبَةًۭ مِّنَ ٱللَّهِ ۗ وَكَانَ ٱللَّهُ عَلِيمًا حَكِيمًۭا ﴿٩٢﴾

Es steht keinem Gläubigen zu, einen (anderen) Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen'. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, (der hat) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien und ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen, es sei denn, sie erlassen (es ihm) als Almosen. Wenn er (der Getötete) zu einem euch feindlichen Volk gehörte und gläubig war, dann (gilt es,) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Und wenn er zu einem Volk gehörte, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, dann (gilt es,) ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen und einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) zwei aufeinanderfolgende Monate (zu) fasten - als eine Reueannahme von Allah. Und Allah ist Allwissend und Allweise.

۞ إِنَّمَا ٱلصَّدَقَٰتُ لِلْفُقَرَآءِ وَٱلْمَسَٰكِينِ وَٱلْعَٰمِلِينَ عَلَيْهَا وَٱلْمُؤَلَّفَةِ قُلُوبُهُمْ وَفِى ٱلرِّقَابِ وَٱلْغَٰرِمِينَ وَفِى سَبِيلِ ٱللَّهِ وَٱبْنِ ٱلسَّبِيلِ ۖ فَرِيضَةًۭ مِّنَ ٱللَّهِ ۗ وَٱللَّهُ عَلِيمٌ حَكِيمٌۭ ﴿٦٠﴾

Die Almosen sind nur für die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die damit beschäftigt sind, diejenigen, deren Herzen vertraut gemacht werden sollen, (den Loskauf von) Sklaven, die Verschuldeten, auf Allahs Weg und (für) den Sohn des Weges, als Verpflichtung von Allah. Allah ist Allwissend und Allweise.

Quellen

Die Hadithe und Überlieferungen hinter dieser Antwort. Öffnen Sie eine Nummer, um sie auf sunnah.com zu lesen.

Bitte beachten

Diese Antwort folgt dem Verständnis der Mehrheit der Sunniten und ist allgemeine Wissensvermittlung, keine Fatwa. Wo Muslime unterschiedlicher Meinung sind, sagt die Antwort das. Haben Sie eine eigene Frage? Schreiben Sie uns.

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