Muslime glauben, dass Gott alles weiß, was geschehen wird, und es aufgeschrieben hat und dass Menschen auch eine echte Wahl haben und für das verantwortlich sind, was sie wählen. Beides wird zusammengehalten: Gottes Wissen zwingt niemanden zu handeln.
Die ausführlichere Antwort
Eine einfache Sichtweise: Ein Lehrer, der weiß, dass sein Schüler durchfallen wird, lässt ihn nicht durchfallen. Gottes Wissen liegt außerhalb der Zeit, sodass Er weiß, was jeder Mensch wählen wird, und die Wahl bleibt trotzdem seine. Der Koran sagt: „Wer will, der soll glauben, und wer will, der soll nicht glauben“, und auch, dass nichts geschieht außer durch Gottes Willen.
Im Alltag gibt dieser Glaube einem Muslim Kraft: die Mittel ergreifen, arbeiten und planen und dann annehmen, was kommt, mit Vertrauen und Geduld, ohne Verzweiflung über einen Verlust oder Hochmut über Erfolg. Der Prophet ﷺ lehrte: „Binde dein Kamel an, und dann vertraue auf Gott“ (ein Hadith bei at-Tirmidhi, von Al-Albani als hasan eingestuft).
Und sag: (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein. Gewiß, Wir haben den Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfangen hält. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser wie geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter versengt - ein schlimmes Getränk und ein böser Rastplatz!
Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne daß es in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es erschaffen - gewiß, dies ist Allah ein leichtes -,
Diese Antwort folgt dem Verständnis der Mehrheit der Sunniten und ist allgemeine Wissensvermittlung, keine Fatwa. Wo Muslime unterschiedlicher Meinung sind, sagt die Antwort das. Haben Sie eine eigene Frage? Schreiben Sie uns.